Die Galerie der Wandteppiche zeigt große, in den 1520er Jahren in Brüssel gewebte Wandteppiche nach Entwürfen aus dem Umfeld von Raffaels Werkstatt, die Szenen aus dem Leben Christi darstellen — sie liegt auf der Standardroute der Vatikanischen Museen, kurz vor der Galerie der Karten.
Die Wandteppiche wurden in flämischen Werkstätten nach Kartons gewebt, die mit dem Umfeld Raffaels verbunden sind. Viele Besucher bemerken einen oft diskutierten optischen Effekt: Die Augen bestimmter Figuren scheinen einem beim Vorbeigehen zu folgen, eine viel kommentierte Eigenheit der Webtechnik.
Die Galerie selbst ist ein langer, schmaler Korridor — Besucher gehen tendenziell schnell hindurch auf dem Weg zur Galerie der Karten, was schade ist angesichts der Detailfülle in jedem Panel. Ein langsamerer Durchgang belohnt einen genaueren Blick auf die kleineren Randszenen, die jeden Hauptteppich rahmen.
Sind die Wandteppiche in dieser Galerie Originale oder spätere Kopien?
Originale — es sind die tatsächlichen, in den 1520er Jahren in Brüssel gewebten Wandteppiche, keine Repliken, was sie ungefähr zeitgleich mit der Decke der Sixtinischen Kapelle selbst macht.
Ist die Galerie der Wandteppiche normalerweise überfüllt?
Weniger als die Sixtinische Kapelle, aber es kann zu einem Engpass kommen, da es ein einziger durchgehender Korridor ist, den die meisten Besucher auf der Standardroute durchqueren — eine kurze Pause lohnt sich, statt vorbeizueilen.
Zeigen die Wandteppiche dieselbe Szene wiederholt in der ganzen Galerie?
Nein — sie zeigen eine Abfolge von Episoden aus dem Leben Christi, gedacht zur Betrachtung in Reihenfolge, während man die Länge der Galerie durchquert.